Das strategische Innovationsfeld „Rohstoffe“ eröffnet vor allem Chancen, die attraktive Wege für ein profitables Wachstum aufzeigen. Damit ist dieses Gebiet durchaus vergleichbar mit dem „Clean Technology“ – Markt, der dreimal stärker als die Gesamtökonomie wächst und weniger anfällig gegenüber Krisen und volatile Marktentwicklungen ist.
An der Entwicklung von innovativen Wegen im Umgang mit Rohstoffen wird weltweit gearbeitet, wie die Arbeiten im Bereich des Recyclings und zur Substitution von kritischen Rohstoffen belegen. Das Potenzial für die Entwicklung von innovativen Geschäftsmodellen und Handlungsmodellen ist aber wesentlich größer, wobei disruptive Innovationen, die vollkommen neue Zugangswege zum Thema eröffnen, besonders attraktiv sind. Möglichkeiten hierzu ergeben sich beispielsweise aus der gezielten Gestaltung von Wertschöpfungsnetzwerken oder einer ressourcenschonenden Gestaltung von Produkten. Neben technologischen Aspekten muss dabei die gesamte Innovationslandschaft mit einbezogen werden, wie innovative Dienstleistungen oder Finanz-, Prozess-, Distributions- oder Marketinginnovationen.
Die zielgerichtete Entwicklung disruptiver Innovationen ist nur möglich, wenn ein ganzheitliches Innovationssystem genutzt wird, das einen klar definierten Innovationsprozess nutzt. Der frühen Innovationsphase („Front-end of Innovation“) kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, in der auch gezielt die Überwindung orthodoxer Denkmodelle bzw. Denkbarrieren und die kreative Konzeptentwicklung gefördert wird. Disruptive Innovationen brauchen ein „Out-of-the-Box“ Denken und das Überwinden von tradierten Denkmodellen. Die Innovatorengruppe knüpft hier an und bringt ein geeignetes Innovationssystem in das Projekt ein.